Wir gründen eine Politgruppe

Kick-off: Mittwoch, 1. Februar 2017, 19.00 Uhr
Villa Stucki, Raum Linde, Seftigenstrasse 11, Bern

Während einem Jahr haben wir uns innerhalb der HAB schwerpunktmässig mit dem Thema #queerePolitik befasst. Gewählt haben wir das Thema "Politik" als Auftrag aus der Mitgliederversammlung, dass sich doch die HAB vermehrt mit politischen Themen befasse.

  • im Februar haben wir uns über die diskriminierende CVP-Ehe-Initiative informiert – die dann auch an der Urne abgelehnt wurde
  • im Mai informierten uns Vertreter*innen von Queeramnesty zum Thema "Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität als Fluchtgrund"
  • im Juli diskutierten wir die Frage, "wie sich die LGBT-Community auf politischer Ebene entwickeln sollte" und ob politisierende LGBT-Menschen auch gehört werden und sich für LGBT-Themen einsetzen
  • im September führten wir eine Art "Kreuzverhör" mit Kandidierenden für Stadtrat und Präsidium der Stadt Bern durchgeführt

Und grad just mitten in all diesen Diskussionen erreichte uns die Tatsache, dass die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern den finanziellen Beitrag von rund 18'000 Franken an unsere Beratung streicht. Das Angebot müsse ja nicht unbedingt der Kanton bezahlen und zudem würden die HAB die Angebote falsch priorisieren – war die Begründung.

Ob dieses finanzielle Streichkonzert des Kantons nun an unserer politischen Trägheit oder an Pierre Alain Schnegg, dem Direktor der Gesundheits- und Fürsorgedirektion und Mitglied der Freikirche "Gemeinde für Christus", liegt, lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Sicher ist aber, dass wir als Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, dass Schwule, Lesben und Bisexuelle sowie Transmenschen in unserer Gesellschaft gleichberechtigt und ohne Angst leben können (Artikel 3 unserer Statuten), uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen können und sollten.

Höchste Zeit, eine Politgruppe zu gründen! Bist du dabei? Dann komm unverbindlich am Mittwoch, 1. Februar um 19 Uhr zu unserer Kick-off-Veranstaltung in der Villa Stucki.

Welche Form und welche Inhalte die neue Politgruppe haben wird, entscheidet selbstverständlich die Gruppe nach der Gründung selber. Allerdings sollte nicht parteipolitisches Gezänke, sondern Sachpolitik im Vordergrund stehen.

Daniel Frey