Soll Regli zurücktreten?

Die Jungsozialisten forderten heute in einer Medienmitteilung den sofortigen Rücktritt von SVP‐Gemeinderat Daniel Regli, der am letzten Samstag im Rat für einen Eklat sorgte. Regli äusserte sich auf menschenverachtende Weise über Homosexuelle und kritisierte die Arbeit der Fachstelle «Lust & Frust».

Natürlich ging es ihm (war es anders zu erwarten?) um das Wohl der Kinder. Regli empörte sich z.B. darüber, dass auf der Webseite der Fachstelle «Dildos nicht nur beschrieben, sondern sogar abgebildet werden» und nicht nur die Missionarsstellung, sondern auch die Pille danach und die Abtreibung thematisiert werden. Und weil Regli das Kinderwohl so wichtig ist, kam er auch auf den Analmuskel von Männer liebenden Männern zu sprechen, während Kinder in der Zuschauertribüne sassen. Schwulen‐Suizide erklärt sich Regli nämlich damit, dass der Analmuskel irgendwann nicht mehr hält.

Nun, der «christliche» Politiker, wie er sich selbst bezeichnet, ignoriert die Tatsache, dass die höchste Suizidrate unter LGBT bei den Jugendlichen zu verzeichnen ist. Nicht etwa, weil die Körperfunktionen nicht mehr so wollen, wie es zu erwarten wäre, sondern weil homo‐, bi‐ und transphobe Menschen dafür sorgen, dass sie sich die jungen Menschen nicht akzeptiert fühlen.

 

Daniel Reglis Haltung finden die HAB mehr als unchristlich. Eine öffentliche Entschuldigung wäre das Mindeste und gäbe es einen «Golden Dick Award» für den grössten Stuss bezüglich LGBT, dann hätte Regli wohl gute Chancen, ihn zu gewinnen.