Kulturtipp: Alle raus zum 8. März

Frauen*kampftag! Und das Frauen_Disco‐Kollektiv der Reitschule Bern präsentiert am Abend des 8. März ab 20 Uhr den ultimativen Konzertabend zum Frauen*kampftag …

Schildkrötenritt

Les Reines Prochaines mit Fränzi Madörin, Muda Mathis, Sus Zwick reiten durch den Raum des profanen Lebens und beschwören die Stärken des Alters.

Alt wie Methusalem sind sie bereits, alt wie Schildkröten wollen sie werden. Sie stellen sich ein auf den langen Ritt durch die menschliche Existenz der Gefühle, der Kommunikation, des Begehrens und der politischen Realitäten, die es zu verschieben gilt. Sie fragen sich: wie sammeln wir unsere Energien, wie bündeln wir unsere Kraft, wie konzentrieren wir unsere Schlagkraft im Gerangel um Deutungshoheiten und Handlungsräume. Neu als Trio, ertönen sie je nach Laune poppig, volkstümlich, melodiös und minimalistisch, erzählen Geschichten, performen Körpergedichte für das feministisch und dadaistisch geschulte Publikum und natürlich für die ganze Familie.

Casiofieber

Die Musikerin Vree Ritzmann und die Schauspielerin Nora Vonder Mühll erfinden seit mehr als zehn Jahren Minipop mit Tiefenwirkung, Trash‐Discohits, die in die Beine und ins Hirn fahren.

Das Instrumentarium besteht aus zwei Casio Kinder‐Keyboards, Gesang und heissen Beats, die zusammen mit Olifr M. GUZ liebevoll produziert wurden: Live stehen die Ladies am Bügelbrett, singen von ihren depressiven Freund*innen – «Life Is a Pain in The Ass» – Micky Maus der an eine Party will, sie pfeifen sich ein Lied und bauen sich ein Haus, werfen ein Aug auf dich und mit Steinen, die immer kleiner werden, genau wie du und ich. Sie bekunden ihre Mühe mit der braunen Brühe – «Wut tut gut» – sie wollen Sugar und Bacon or just be taken. Eine Achterbahnfahrt, die losgeht wie eine Rakete und landet im Fluss, bei eben diesen Steinen, die wir alle sind. Bitte Einsteigen!

Vor den beiden Konzerten und dazwischen und danach wird im Frauenraum mit DJ Staphanie getanzt. Und der Frauenraum ist an diesem Abend «offen für alle Frauen* und Gspänli»!