«Objektsexualität» mit Udo Rauchfleisch

11. Juli 2018, 19:30

Es gibt Menschen, die emotional bedeutsame Beziehungen nicht zu anderen Menschen, sondern zu Gegenständen (z.B. zu einem Schiff, einer Jukebox etc.) unterhalten. Häufig äussern sie sich nicht darüber aus Angst, andere würden sich über sie lustig machen. Objektsexualität hat indes nichts mit irgendeiner Art von Krankheit zu tun, sondern wir müssen diese Ausrichtung als eine Variante menschlicher Beziehungen anerkennen. Die Veranstaltung – im Rahmen unseres Jahresthemas «Orientierung*Identität*Gesundheit» – will zur Förderung des Verständnisses für Menschen mit objektsexueller Ausrichtung beitragen.

Udo Rauchfleisch lebt seit 1970 in Basel, arbeitete als Psychologe in der Psychiatrischen Universitätspoliklinik Basel und ist jetzt in privater psychotherapeutischer Praxis tätig. Er ist seit kurzem auch Autor von zwei Kriminalromanen.

Zu seiner Homosexualität sagt Udo Rauchfleisch: «Es war ein Entwicklungsprozess über viele Jahre, bis ich meine Homosexualität offen leben konnte». Er ist Vater von drei Kindern, pflegt noch heute einen engen Kontakt zu seiner ehemaligen Ehefrau und lebt mit seinem Mann in eingetragener Partnerschaft.

Der Eintritt ist frei. Keine Anmeldung erforderlich.

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