Die Öffnung der Zivilehe bewegt

Auch mitten in der «Sauregurkenzeit» des Hochsommers bewegt die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare die Gemüter – und obschon es ja um die Zivilehe geht, beteiligen sich nun auch die Kirchen an der Diskussion, ob die Ehe nun geöffnet werden soll oder doch lieber nicht.

Bibelgespräch «Ehe für alle»

So laden die «Arbeitsgemeinschaft der Kirchen im Kanton Bern» am 5. September zum Podiums‐Bibelgespräch «Ehe für alle?!» ein. In den Kirchen werde das «Thema kontrovers und manchmal mit grosser Härte diskutiert». Ziel des Podiums sei deshalb die «Herausforderungen für die Kirchen deutlich» zu machen und zur «Dialogkultur beizutragen». Dazu werden die Referent*innen einen biblischen Text wählen, an dem sie ihre eigene Position deutlich machen. Geleitet wird das Gespräch von Rita Jost, die lange Jahre Redaktorin bei Radio SRF war, heute im Unruhestand lebt und der reformierten Kirche angehört. Und auf dem Podium sitzen Christina Aus der Au Heymann (evangelisch‐reformierte Theologin), Stefanos Athanasiou (orthodoxer Theologe), Nassouh Toutoungi (Pfarrer der christkatholischen Kirche) Jürg Bräker (Theologe der Evangelischen Mennoniten‐Gemeinde).

Mittwoch, 5. September 2018, 18.30 Uhr
EMK, Nägeligasse 4, Bern
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Tagung zum offenen Dialog

Eine noch grössere «Kiste» findet am 1. Dezember statt. Da laden das Institut für praktische Theologie der Universität Bern, der Schweizerische Evangelische Kirchenbund, die Katholische Kirche Region Bern und die Fachstelle «Reformierte im Dialog» zur Tagung «Vielfältige Paare und Familien – herausgeforderte Kirchen ein».

Die «Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren sei für viele Kirchen eine Herausforderung», schreiben die Organisierenden der Tagung in ihrer Ausschreibung. Im offiziellen Verständnis gelte für die meisten Kirchen weltweit ein «traditionelles Familienmodell als einzig richtige Form des Zusammenlebens». Ziel der Tagung sei ein offener Dialog darüber, wie Kirchen und Gesellschaft mit der Vielfalt an Paar‐ und Familienformen umgehen sollen. Drum sollen an der Tagung auch verschiedenste Vertreter*innen und Vertreter aus Kirchen, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ihre unterschiedlichen Perspektiven, Standpunkte und Erfahrungen einbringen.

Samstag, 1. Dezember 2018, 9.45 bis 17.15 Uhr
Universität Bern, UniS, Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern
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Fragen und Antworten zur Lage der LGBT+Nation

… mit Antworten im GAYRADIO von Pink Cross‐Geschäftsleiter René Schegg über die Öffnung der Zivilehe, über den Sinn des Heiraten und über politisches Engagement.