Bischof Huonder bleibt sich treu!

Bischof Huonder (Bild: bistum-chur.ch)

Bischof Vitus Huonder «erfreute» uns immer wieder mit Zitaten aus der Bibel. So auch im Juli 2015, wo er die Todesstrafe für Homosexuelle forderte. Und eigentlich wollte Huonder mit 75 in den Ruhestand. Doch der Papst sagte «Nö» und verknurrte ihn für weitere zwei Jahre.

Wir erinnern uns: Während eines Kongresses des Forums Deutscher Katholiken im deutschen Fulda am 31. Juli 2015 zitierte Bioschof Huonder aus der Bibel:

Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen.

Und Huonder ergänzte, dass hier die Bibel die «göttliche Ordnung» darstelle. Die zitierte Stelle würde «genügen, um der Frage der Homosexualität aus der Sicht des Glaubens die rechte Wende zu geben». Für sein Referat erhielt der Gottesmann von den rund 1000 Teilnehmenden des Kongresses grossen Applaus.

Dass der Papst Vitus Huonder nun für weitere zwei Jahre «verpflichtete», war der Luzerner Zeitung nicht nur eine Schlagzeile, sondern ein ausführliches Interview wert. Die Antwort auf die Frage, ob er mit Zitaten aus der Bibel gezielt provozieren wollte, überraschte nicht:

Das war keine Provokation, sondern ein Hinweis auf Grundsätze. Aus meinem Vortrag wurde ein Satz aus dem Zusammenhang gerissen. Wenn man den ganzen Text liest, kommt niemand auf die Idee, dass ich jemanden vor den Kopf stossen wollte. Ich machte aufmerksam auf die Seelsorge, die pastorale Liebe auch im Umgang mit homosexuell empfindenden Menschen. Das hat man vollständig unterschlagen.

Nach seiner umstrittenen Rede in Fulda und der doch mehr oder weniger offenen Forderung der Todesstrafe für Homosexuelle wurden gegen Bischof Huonder bei der Staatsanwalt Graubünden drei Anzeigen - eine von Pink Cross - wegen öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen oder Gewalt eingereicht. Die Behörden stellten allerdings das Ermittlungsverfahren ein - die Aussage weise «für die Tatbestanderfüllung geforderte Eindringlichkeit und Eindeutigkeit» nicht auf.

Ausschnitt aus dem Vortrag von Bischof Vitus Huonder beim Kongress «Freude am Glauben» des Forums Deutscher Katholiken: