Auf dem Weg zu einem dritten Geschlecht im Personenstandsregister

Die Mehrheit des Parlaments unterstützt das Postulat zur Prüfung eines dritten Geschlechts.

Die binäre Geschlechtsdefinition «Mann/Frau» ist heute nicht mehr zeitgemäss. Die Basler Nationalrätin Sibel Arslan hat deshalb am 13. Dezember 2017 ein entsprechendes Postulat eingereicht. Im März wurde das Postulat im Nationalrat noch bekämpft und die Debatte daraufhin verschoben. Nun hat es geklappt: Eine Mehrheit hat dem Postulat zugestimmt.

Wird das Postulat schlussendlich von den Räten angenommen, wird der Bundesrat in einem Bericht darlegen müssen, was die Folgen wären, wenn es im Personenstandsregister die Möglichkeit gäbe, Menschen, die sich nicht in das binäre Geschlechtssystem («Frau» oder «Mann») einordnen lassen, mit einem dritten Geschlecht einzutragen oder wenn das Personenstandsrecht generell nicht mehr auf das Geschlecht abstellen würde.